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Das Interview-Myself

Juliette hat gerade das Coaching mit einer Geschäftsfrau aus München beendet. Wir trinken Cappuccino und genießen den herrlichen Ausblick auf dem See. Der Wind wirbelt kleine Schaumkronen auf und reflektiert sie im herrlichen Türkisblau des Sees. Eine wunderbare entspannende Energie fließt um uns und man kann die prickelnde Lebensenergie spüren, die Juliette ausstrahlt.

 

       Am Land verbunden mit Tier und Natur aufgewachsen

        Wie sie als Managerin die Firma ihres Mannes in den Erfolg

        brachte

        Auf der Spurensuche nach sich selbst nach dem Eheaus.

        Wie sie als kreative Powerfrau andere in den Erfolg puscht

        Wie sie als Trainerin Menschen das Erfolgsmodell CreART

        vermittelt.

 

  

Danke, wie schön, dass Du dich für mich und meine Arbeit interessierst. Das ehrt mich sehr.

 Juliette ist eine Powerfrau, die andere in den Erfolg puscht, selbst aber bescheiden und dankbar geblieben ist. Sie hört voll Aufmerk-samkeit zu und gibt mir das Gefühl, wichtig und wertvoll zu sein. Sie spricht darüber, wie wichtig die transformierende. Kraft der Frauen, die sich Zeit nehmen für sich und andere, für diese Erde ist. Wenn sie über die schmerzhaftesten Ereignisse ihres Lebens spricht, ist sie verblüffend offen, klar und ehrlich. Ich kann ver-stehen, warum Menschen so gerne ihr Coaching in Anspruch nehmen, auch ich bin fasziniert von ihrer Direktheit und Gerad-linigkeit. Ich spüre die Faszination, die von ihrer Energie, und der bahnbrechenden Offenheit, Dinge auf den Punkt zu bringen, dabei einfühlsam zu sein,  zu inspirieren und zu ermutigen, aus-geht. Hier, dreht sich für Juliette alles um den Menschen. Ich lasse mich von der Power, die sie ausstrahlt und der Mission anderen zu helfen, in den Bann schlagen. Nach dem Interview, stellt sie nur auf mich konzentriert, interessante, persönliche Fragen, die mir zeigen, wie groß das Interesse an mir ist und gibt mir wertvolle Tipps.

 

Du bist ein kreativer, provokanter,  außergewöhnlicher Coach charismatischer für besondere Frauen. Du bist eine Power Frau, liebevolle Mutter und leidenschaftliche Nonna. Du warst mit einem erfolgreichen Mann verheiratet, bist um die Welt gereist, liebst es, dich extravagant zu kleiden, lebst  deine Kreativität. Du hast in der Zeit von Corona, ein neues Coachingmoddell kreiert. Hier dienen Puppen als Spiegel der Seele und agieren als  Helfer in der Therapie. Duschreibst Bücher, außerdem bist du noch eine leidenschaftliche Köchin. Deine ständige Begleiterin ist eine weiße Boxerhündin, die du aus dem Tierheim geholt hast. Du bist in deinem Leben durch Höhen und Tiefen gegangen und schöpfst aus diesen Erfahrungen, um Menschen zu helfen über sich hinaus zu wachsen. Du hast viele Ausbildungen gemacht, um besser zu lehren, wie man Leben kreativ gestaltet, um glücklich unbesiegbar zu leben. Du begleitest  Schüler zum Lernerfolg begleitett. Zeigst Frauen das Geheimnis der natürlichen Schlankheit. Hast ein eigenes Schlankmodell entwickelt. Wie kannst du bei Allem, was du tust, noch so vital, jugendlich, mitreißend und strahlend sein?

Herzlichen Dank für Dein Kompliment. Als Kind hatte ich schon diese Kraft, war quirlig, ein Energiebündel voll von Ideen. Bevor ich Dir mehr aus meinem Leben erzähle, möchte ich völlig klar und offen sein. Das war nicht immer so. Große Ziele trieben mich an, so wie viele andere Frauen, die erfolgreich sein möchten und beweisen müssen, dass sie auch etwas Können und in Bewegung setzen. Das kann Kraft geben, aber auch sehr viel Kraft rauben, weil es viel Anstrengung benötigt. Die Gesellschaft will erfolgreiche und glückliche Superfrauen sehen. Die Erwartungen sind groß und oft überwältigend, denn Rollenbilder geben uns vor, wie bestimmte Rollen gelebt werden sollen. Wie Männer zu sein haben, oder das Rollenbild „Mutter“ besagt, wie Mütter zu sein haben. Von der Gesellschaft, Unternehmen, Familien und Frauen wird erwartet, dass sie als Coach, Trainer, Speaker, Geschäftsfrau, Mutter, Liebhaberin erfolgreich sind. Wenn jemand damit nicht übereinstimmt, werden sich diese Regeln wie Gefängnisse anfühlen. Da wäre es sinnhaft, sich die Freiheit zu nehmen eigene Regeln innerhalb des kulturellen Rahmens selbst festzulegen. Denn nur, wenn wir die Kraftquelle des „Göttlichen“ in uns haben“, uns dabei geborgen und frei fühlen, können wir in Resonanz mit uns und unserem Umfeld leben. Erst dann können wir dieses Gefühl auch in allen anderen Rollen leben.

Da wir jedoch ständig Erwartungen von außen erfüllen, führen wir ein Dasein, indem man sich überfordert, machtlos und frustriert fühlen kann. Obwohl wir versuchen, immer wieder wichtige Veränderungen innerhalb der Beziehungen, des Berufslebens, der Familie und des Gesundheitsstandes zu vollziehen, holen uns kurze Zeit später alte, wohlbekannte Muster in die Ausgangssituation zurück. Hier folgen wir tiefverankerten Muster, und trotz großer Anstrengung scheint sich nichts verändern zu wollen. Wir spüren jedoch, dass das Leben mehr bedeuten muss, als wir bis jetzt erfahren haben, doch wissen wir nicht, wie wir es für uns erreichen können.

 

Juliette, du bist jetzt bald 74 Jahre alt. Wenn ich mit dir spreche, habe ich das Gefühl noch immer eine quirlige und sehr jugendliche, weise Frau vor mir zu haben, die vieles an Erfahrungen, Erkenntnissen und Wissen zu bieten hat. Erzählst du mir deine Geschichte hinter all dem?

Letzthin in einem Coaching, sagte eine junge Frau von 25 Jahren zu mir: „Juliette, weißt Du, was ich mir wünsche? Wenn ich mal so alt bin, wie Du, möchte ich so sein, wie du jetzt bist. Dieses Kompliment hat mich zu Tränen gerührt. Schon als junge Frau, habe ich mir viele Fragen gestellt und wollte wissen, was das Leben von mir will. Ich gab mich nie zufrieden, mit der Normalität und den Regeln. Ich wusste, da war noch mehr. Doch, ich musste zuerst, ganz in die Tiefe, viele Auf und Ab erleben, um zu erkennen, wer ich wirklich bin.

 

Was immer auch dein Problem ist, sie zu lösen, wird sie nicht beseitigen. Doch etwas zu KREIEREN stellt kein Problem dar.

Viele Menschen denken, ein erfolgreiche Unternehmerin, und ein gefragter Coach zu sein, ist der wahr gewordener Traum. Gesehen werden, Anerkennung bekommen, bei Vorträgen gehört und in den Medien zu sein. Was ist deine Erfahrung?

 

In der Öffentlichkeit zu sein, bewundert zu werden, kann dich alleine nicht glücklich machen. Du selbst bist die einzige Person, die dich glücklich machen kann. Ich weiß, dass alles klingt erstaunlich und ernüchternd. Perfekt zu sein, sich perfekt zu verhalten, Anerkennung zu brauchen, sich keine Misserfolge erlauben, kann enormen Druck erzeugen. Oft hörte ich von anderen, Du hast ja alle Methoden und kannst dir selbst in allen Situationen helfen. Doch existieren wir in einer Realität, in der ironischerweise die einzige Perfektion nur in der Unvollkommenheit gefunden werden kann.

Ich erinnere mich an eine Situation als Kind, da musste ich bei einer Weihnachtsfeier vor vielen Leuten, ein Gedicht vom Nikolaus vortragen. Meine Mutter hat es immer wieder mit mir eingeübt. Ich konnte es perfekt. Doch was passierte, als ich es vortragen wollte, die vielen Leute sah, konnte ich nicht mehr sprechen. Ich bekam kein einziges Wort über meine Lippen. Scham, Angst und totale Hilflosigkeit überschlugen sich in mir. Ich fühlte mich als Versagerin, denn ich hatte meine Eltern bloßgestellt. Sie waren so stolz, ihre kleine Tochter zu präsentieren. Mutter war sehr enttäuscht, sagte mir das auch. Doch mein Vater tröstete mich und sagte: Ich weiß, Du wirst später einmal vor vielen Menschen sprechen und sie werden begeistert sein. Doch vorher hat dieses alte Muster nicht entsprechen zu können, Angst haben zu versagen, vieles in meinem Leben bestimmt.

Ich hatte immer Mentoren,

 die an mich glaubten

 und stützten

 

Mit sechs Jahren kam ich in eine Klosterschule. Ich lernte beten aber nicht schreiben und lesen. Vor der Klasse zu lesen, war schlimm und wieder fühlte ich mich als Versagerin. Ich hatte das große Glück, in der zweiten Klasse, in einer Schule am Land, das Verständnis und die Hilfe von einer wunderbaren Lehrerin zu haben. Sie bot mir an, mir nach den Unterricht, Lesen und Schreiben beizubringen. Dies motivierte mich so, dass ich in nur zwei Wochen lesen und schreiben konnte. Ab diesem Zeitpunkt war kein Buch mehr vor mir sicher. Ich fühlte mich, wie eine Siegerin. Dieses Problem war eliminiert, doch das zugrundeliegende Muster, das Gefühl zu versagen war noch nicht transformiert. Als Managerin im Unternehmen meines Mannes, hatte ich jedoch eine starke Schulter zur Seite, meinen Mann. Nach dem schmerzhaften Aus meiner Ehe, nahm ich eine neue Herausforderung im Pharmabereich an. Hier lernte ich Präsentationstechnik, Gesprächsführung, Verkaufen. Dies war der Start in eine neue Welt, ich wollte mit Menschen arbeiten, sie lehren, motivieren und inspirieren.

Da das alte Versagensmuster noch nicht gelöst war, wurde mir erst später klar, als ich als Trainerin, die erste Präsentation halten musste. Die alten Gefühle der Scham, die Angst zu versagen, über rollten mich wieder. Das Lösen von Problemen, so wie hier das Schreiben und Lesen können, also etwas gelernt zu haben und zu können verleiht ein falsches Sicherheitsgefühl. Wir wissen, was wir tun müssen, um ein Problem zu finden und es lösen.

Probleme lösen verhilft uns automatisch, sich auf dieses Thema zu fokussieren, zu automatischen Denkvorgängen und Abläufen. Das kann den Anschein haben, dass man keine andere Wahl hat, als sich zu ergeben. Hier kann man die romantische Idee vom „Kampf des Individuum“ durchleben. Das kann mitunter extrem ablenkend sein und man wiegt sich gleichzeitig in der Illusion, etwas Wichtiges und Notwendiges für sich zu tun. Die meisten Menschen geben die Hoffnung, durch das Lösen von Problemen weiter zu kommen, schnell wieder auf, nachdem sie viel Zeit und Geld in Problemlösungsverfahren investiert haben, bei denen manchmal interessante, doch letztlich nutzlose, unpraktische und sinnlose Ideen generiert werden. Doch eines hatte ich immer in meinem Leben, Mentoren, die an mich glaubten und mich motivierten, nie aufzugeben. Ich fand den besten Trainer Deutschlands, durfte ihn zwei Jahre begleiten. Ich kann sagen, es war eine sehr qualifizierte, einzigartige und perfekte Ausbildung zur Trainerin und Lehrtrainerin.

 

Was haben diese Ereignisse in Dir bewirkt?

 

Ich hatte meinen wahren Weg gefunden. Der Weg der kreativen Lebensplanung mit NLP, als Rohmaterial für mein Leben mit dem kreativen Prozess. Dieser kreative Prozess besteht aus vielen unterschiedlichen Stilrichtungen. Diese existieren immer als Stile des Kreator, die dieser im Kopf hat.

Als Kreative entwickelte ich einen möglichst energiespendenden Weg, um vom Originalkonzept zur endgültigen Kreation zu gelangen. Je weniger Energie auf diesem Weg verloren geht, desto größer ist die Meisterschaft. Ich habe NLP Ausbildungen gemacht, das Mindmapping anwenden und vermitteln gelernt,  Psychologie studiert, Sprechausbildungen in Anspruch genommen, Systemische Ausbildungen gemacht gemalt, gekritzelt, getanzt und individuelle Künstlerpuppen für die Therapiearbeit entworfen und kreiert. Das revolutionäre Selbstentfaltungsprogramm CreART, das aus den Erfahrungen erfolgreicher Künstler und ihren Werken zugrunde liegt, zeigt einen neuen Weg, aus dem Leben das zu machen, was den eigenen Vorstellungen entspricht. Das CreART war geboren und meine Rettung, mein Durchbruch  und der mächtigste Weg, um das Leben zu schaffen, das ich mir und andere sich wünschen. Es ist grenzenlos. Es ist kreativ. Es ist die Kraft des ursprünglichen Selbst.

Der kreative Prozess ist erfüllt von Lebendigkeit, er ist Improvisation, er ist Form und Stil und Aufregung und Plage. Doch er ist eine der kraftvollsten und innigsten Ausdrucksformen des Lebens, die ich kenne.

Wer sich entscheidet die kreative Kontrolle über sein Leben zu übernehmen, kann alle Grenzen überwinden.

Das ist spannend. Denkst du, dass jede mächtige Frau einen Mentor oder Erfolgscoach haben sollte?

Auf jeden Fall! Alle mächtigen Frauen haben jemanden, der zeigt, wie man sich kleidet, frisiert, welche Farben zu einem passen, einen Fitnesstrainer. Doch oft ist niemand da, der sich um ihre Seele kümmert. Die richtigen Entscheidungen treffen wir mit Hilfe unserer Seele, unserem inneren Selbst.

Da ist es gut, dass jemand da ist, der die Frauen dabei unterstützt zu erkennen, wer sie wirklich sind. Egal, was andere sagen. Jemand der zuhört, ohne etwas zu erwarten und ihr ehrliches Feedback gibt. Sie brauchen jemanden, der einen vertraulichen Raum bietet, wenn sie an sich zweifeln, während alle anderen glauben, diese Powerfrau wirft nichts um. Jemand, der mit ihr gemeinsam Ergebnisse kreiert, die sie weiter bringen und sie harmonisiert. Jemand, der hilft, ihre Persönlichkeit mit der wahren Quelle ihres Selbst in Verbindung zu bringen. Damit sie dem Höchsten in ihrem Leben eine neue Basis und Ausdrucksmöglichkeit geben kann.

 

Jede Siegerin hat einen Erfolgscoach