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Stopp Mobbing

Warum gibt es Kinder, die Mobbing erleben müssen?

eBook:“Stopp Mobbing“

 

„Warum gibt es Kinder die Mobbing erleben müssen?

 

Weil Mobbing sehr viel mit Macht zu tun hat und die Gründe auch in der Biografie eines Mobbingopfers zu finden sind. Wie kann man die Angriffe im wahrsten Sinne des Wortes „verhungern“ lassen?

 

Leseprobe aus dem eBook: Stopp Mobbing

 

 

Es begann schon in der ersten Klasse, da wurde ich gehänselt und Freunde hatte ich keine. Es gab ein Mädchen, das alle anderen Mädchen anleitete, nicht mit mir zu sprechen und sich nicht mit mir zu befreunden. Dieses Mädchen bildete eine Gruppe mit Mädchen. Ich durfte nicht mit dabei sein.

 

Und wer meine Freundschaft wollte, wurde in diese Gruppe nicht aufgenommen. Ich fühle mich so alleine und ausgeschlossen. Jedoch das war noch nicht so schlimm. Hauptsächlich waren es Buben, die mich angegriffen. Sie drückten mich an die Wand oder warfen mich zu Boden, boxten mich und drohten mir. Hier unterstützte mich meine Lehrerin in der 1. Klasse ein wenig.

 

Noch schlimmer wurde es in der zweiten Klasse. In der zweiten Klasse Volksschule ging es weiter mit Beschimpfungen und Angriffen. Ich wurde geboxt, geschubst und sie sagten „Karotte“ zu mir. Dabei heiße ich Lola. Das war so schlimm.

 

Es waren vorerst die Buben Kevin, Alexander, Johannes, Liam und Thomas. Kevin sage zu mir: „Wir dreschen dich in der Pause zusammen!“ „Du bist ein Opfer – dich muss man quälen. Alle anderen unterstützen diese Aussagen und wiederholten es. Ja, ja, wir werden dich dreschen. In der Pause waren sie nicht in Gruppen versammelt, da war ich vorerst gerettet.

 

Ich hatte solche Angst. Ich erzählte es meinen Eltern und die sprachen mit der Lehrerin. Es gab eine Abmahnung, doch es ging weiter und wurde immer schlimmer. Doch mit der Unterstützung von meinen Eltern fühlte ich mich etwas besser. Der tägliche Schulgang war und blieb eine Qual.

 

Dann in der dritten Klasse begann der absolute Horror. Tägliche Beschimpfungen, keiner sprach mit mir und wenn dann waren es Schimpfwörter. Dann kamen tägliche Aussagen wie: „Wir killen dich!“.

 

In der dritten Klasse bekamen wir eine neue Lehrerin, die mir nicht glaubte, nur die Buben unterstützte und mich vor der ganzen Klasse als die Böse hinstellte. Zu meiner Mutter sagte sie: „Lola, ist ein komisches Kind, sie hat eine extreme Fantasie, wahrscheinlich spinnt sie sich das nur zusammen.

 

Ich lüge und ob meine Eltern zu Hause Schwierigkeiten haben und dies sich auf mich ausprägte. Mama und Papa waren täglich in der Schule, dadurch wurde die Lehrer noch genervter und reagierte überhaupt nicht mehr auf meine Bitte um Hilfe. Tägliche Angriffe, ich hatte überall blaue Flecken. Bis ich nicht mehr konnte und mich wehrte.

 

Doch was dann kam, war die Hölle…

Ich war einmal in der Woche beim Karatetraining und wusste, wie man sich wehren kann. Nachdem ich wieder mit: Wir killen dich! Angegriffen attackiert wurde – nahm ich den Burschen, der das sagte in den Schwitzkasten.

 

Er bekam keine Luft und ich wurde darauf hin, als bösartig, aggressiv und psychisch instabil abgestempelt. Ich musste zum Psychologen, ich durfte in der Pause nicht in den Schulhof, ich musste in der Klasse alleine sein. Ich wurde isoliert. Ich bekam eine Lehrerin, die nur darauf achte, dass ich niemanden mehr angriff. Dabei hatte ich mich nur gewehrt. Den anderen passierte nichts.

 

Ich war sehr traurig, einsam und hatte furchtbare Angst. Ich wusste, ich habe es im Karatetraining gelernt, dass ich niemanden verletzen darf. Das ist ein Ehrenkodex. Doch ich hatte so furchtbare Angst um mein Leben,  dass ich mich wehrte. Mein Karatelehrer, den ich fragte, ob ich mich wehren darf sagte: Wenn es um dein Leben geht, dann darfst du dich wehren.I

 

Ab jetzt  wurde von einer Lehrerin betreut und beobachtet, wie ich mich entwickle.

 

Ich war die Böse, die Aggressive, die Komische, das Kind – das beobachtet werden musste, da man nicht wusste, was ich noch tue.

 

Ich – die nur wollte, Freunde zu haben und zu helfen.

 

 

 

Niemand vertraute mir! Ich war ganz alleine. Nur Mama und Papa glaubten mir und unterstützten mich und meine Nonna.

Ich wusste ja, dass ich das nicht darf, andere angreifen. Doch warum dürfen es die anderen und wurden nicht einmal dafür bestraft?

 

Meine Eltern brachten mich auf das Drängen der Direktorin und der anderen Eltern zum Psychologen. Der sagte ich bin o.k. und ich werde lernen, besser mit anderen umzugehen. Hier kam ich in eine Gruppe mit ganz tollen Kindern.

 

Hier lernten wir Teamverhalten – es war toll. Alle machten mit. Ich lernte Kinder kennen, denen es so wie mir ging.

 

Jedoch es quälte mich, es war so ungerecht. Ich musste lernen, mit anderen umzugehen. Und was ist mit den anderen? Mit denen, die immer böse und aggressiv zu mir waren.

 

Nonna sagte, ich sollte nicht die Frage WARUM stellen – sondern besser wäre es, WIE kann ich es schaffen, dass ich meine Ruhe habe.

 

Die Buben haben immer alles abgestritten. Ich war einfach die Böse und Aggressive. Meine Lehrerin, wir hatte eine Neue, „in der 3. Klasse hat mir nicht geglaubt, immer nur den Buben. Ich war für sie eine Außerirdische, weil ich eine so viele Ideen hatte und tolle Geschichten erzählen konnte.

 

Einige Geschichten habe ich meiner Nonna diktiert. Ich machte zu dieser Zeit noch viele Rechtschreibfehler. Eines Tages sagte die Lehrerin zu meiner Mama: Sie haben eine sehr komische Tochter, mit einer Fantasie, die ich nicht verstehe“. Außerdem hat sie eine ganz andere Form der Sprache als die anderen Kinder.

 

Diese Aussage hat mir sehr wehgetan, weil ich meine Lehrerin bewundert habe. Sie war so hübsch und immer so toll angezogen.

Nonna sagte, so geht es vielen Menschen, die anders sind, weil sie eine ganz besondere Begabung haben. Weil sie stark sind und zu dieser Begabung stehen. Weil sie einzigartig sind und weil man sie deswegen besonders beneidet. Eigentlich ist es eine Auszeichnung mit so vielen Talenten bereichert zu sein. Das ärgert die anderen.

Ich konnte halt gut erzählen und mich ausdrücken. Meine Eltern haben mich dabei immer unterstützt. Ich lernte so viele neue Wörter, die andere nicht verstanden. Ich habe so gerne Geschichten erfunden und sie nieder geschrieben.

 

Doch meine Eltern und Nonna haben immer an mich geglaubt.

 

Etwas besser wurde es in der 4. Klasse. Ich war in der Früh immer bei Nonna, zum Frühstück und sie hat mich fit gemacht für die Schule. Sie hat mich unterstützt, oft war es mühsam, weil ich einfach nicht wollte. Doch Nonna hat nicht locker gelassen, bis ich wieder fröhlich war und mich stark fühlte.

 

Es ist schön, dass ich hier alles erzählen kann, was passiert ist, und wie ich mich verändert habe und plötzlich meine Ruhe hatte.

 

Nonna sagte: „Du kannst mit deiner Geschichte und deiner Entwicklung vielen Kindern helfen, denen es so geht wie es dir ergangen ist.

 

Jetzt bin ich in einer anderen Schule. Ich habe das erste Mal erfahren, dass es liebe Kinder gibt und auch nette Buben. Ich habe viele Freunde gewonnen, habe gute Noten und bin zum ersten Mal richtig glücklich.

 

Ich kann gut mit anderen umgehen, weil ich jetzt viel mehr verstehe, dass es in Ordnung ist, dass jeder etwas Besonderes ist.

 

Ich versuche auch, dies mit meinem Verhalten anderen zu zeigen. Wenn ich angegriffen werde weiß ich, dass es oft an mir und meinem Verhalten liegen kann.

 

Ich kann auch besser, sprachliche Angriffe oder Wertungen ignorieren. Es macht mir innerlich nichts mehr aus, wenn etwas gesagt wird, worüber ich anders denke. Ich frage auch, wenn ich das Gefühl habe, dass jemand Hilfe braucht, ob es für denjenigen in Ordnung ist, das ich helfe. Es geht mir immer besser und besser.

 

                                                                                                                                                                                          

 

Es macht mir viel Spaß, zu lernen, gute Noten zu haben und habe schon viele Freunde gewonnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Wie hat Lolas es geschafft, diesem Teufeslkreis Mobbing zu durchbrechen?

 

Juliette Stauber, NLP und CreArt-Coach und hat zwei Jahre lang Lola durch den Mobbingprozess in der Volksschule begleitet. Lola hat gelernt, ihre Wahrnehmung, ihr Denken, ihre Gefühle und ihre Handlungen und ihre  s Ausstrahlung zu verändern. So wurde sie nicht länger Angriffpool für Anfeindungen, weil sie Stärke, Größe und Liebe ausstrahlte.